Projekt: "Seamless online-offline" Modus für mobile Mitarbeiter durch automatischen Abgleich von veränderlichen Stammdaten einer Firmen-Zentrale und redundant mobil vorgehaltenen dynamischen Arbeitsdaten (Projektpartner: mobileX AG)

Gefördert vom ZIM-Programm des BMWi. Projektträger: AiF Projekt GmbHFörderkennzeichen: KF2080206ED1

   mobileX AG  

Teilprojekt TUM: Konfliktmanagement für eine Synchronisation von mobilen Arbeitsdaten mit
einem Backend-System (MoConMa - Mobile Conflict Management)

Ausgangssituation

Die mobileX AG ist seit fast 10 Jahren auf dem Gebiet der mobilen Anwendungen im Bereich Service und Instandhaltung tätig. Mit dem Produkt mobileX-MIP können Unternehmen Ihren "Vor Ort Service" bzw. Außendienst mobil an die bestehenden IT-Systeme anbinden. Ohne Medienbrüche versorgen Sie Ihre Außendienstmitarbeiter wahlweise auf Laptops, Tablet PCs oder PDAs mit den neuesten Serviceaufträgen und erhalten automatisch und papierlos die aktuellen Serviceberichte im Backoffice.

mobileX-MIP ist eine sog. Offline-fähige Businessapplikation, die die Daten auf dem Gerät speichert und somit jederzeit abrufbar gestaltet, um auch bei einer Nichtverfügbarkeit einer mobilen Datenverbindung ein Arbeiten ermöglicht. Dabei können jedoch Synchronisations-Probleme entstehen. Für Außendienstanwendungen wird also ein neuer Arbeitsmodus benötigt, der sich merkbar kaum vom Online-Zugriff unterscheidet und Konflikte, die durch die parallele Veränderung von redundant gespeicherten Daten entstehen können, behandelt. 

Zielsetzung des Teilprojekts MoConMa 

Bei nebenläufigen Aktionen (z.B. zwei Techniker ändern parallel jeweils auf ihrem Client-Gerät den gleichen Datensatz) kann es zu Konfliktsituationen auf Daten(feld)ebene kommen. D.h. mehrere Änderungen auf dem gleichen Datenelement müssen gemäß Konfliktstrategien konsolidiert werden. Hierzu werden ein Konzept und eine Implementierung erarbeitet. Als erste Arbeitsetappe müssen die einzelnen Konfliktsituationen systematisch erfasst werden. Anschließend erfolgt eine Bewertung von prinzipiellen Lösungsmöglichkeiten für die ermittelten Konfliktsituationen. Die Lösungsstrategien können auf automatische (Client/Server/Last/First-Wins, disjunkt, fachlicher Vorrang gemäß Workflow mittels Custom-Logik), heuristische oder manuelle (z.B. Lösung über Freigabemonitor) Verfahren basieren. Diese Bewertung erfolgt hier anhand allgemeiner prinzipieller Vor- und Nachteile.

Für das eigene Konzept einer Lösung wird dann erarbeitet, welche Strategien für welche exemplarischen Use Cases geeignet sind. Die ausgewählten Strategien fließen in das Konzept für die Konfliktlösung ein. Als Teil des Konzeptes wird auch festgelegt, an welche Stellen im Workflow eine Konflikterkennung notwendig ist (z.B. Vergleich freigegebener Änderungen vom Client mit der Server-Datenbanken vor dem Verbuchen) und wie ein Konflikt erkannt werden kann (z.B. Versionsfeld, Timestamp, Feldvergleich). Anschließend wird das Konzept prototypisch in einer Konfliktlösungs-Engine in Java mit geeigneten Schnittstellen implementiert. Dazu müssen auch die theoretischen Lösungsstrategien mit den konkreten technischen Rahmenbedingungen des Systems in Einklang gebracht werden. Dieser Prototyp wird mit Testdaten getestet und in das mobileX System integriert. 

Weitere Arbeitspakete

Neben dem Konfliktmanagement erfolgt eine Zusammenarbeit mit den Projektpartner mobileX an folgenden Arbeitspaketen:

  • Fehlertolerante Backendverbuchung: Integration des Konfliktmanagements mit einer Verbuchung von durch einen Client freigegebenen Änderungen
  • Erkennen von Änderungen im Backend: Analyse der für eine Erkennung von Änderungen im Backend nötigen Heuristiken, Kriterien sind dabei u.a. Skalierbarkeit, Geschwindigkeit der Änderungserkennung, verursachte Last
  • Sicherheit: Systematische Erfassung von Angriffsszenarien und Bewertung von möglichen Sicherheitslösungen